Wieder auf der Suche: Coelhos Schutzengel

schutzengel_coelhoLange ist es her, dass ich das letzte Buch von Paulo Coelho gelesen habe. Nun habe ich mir den Roman „Schutzengel“ einmal vorgenommen und muss sagen, ich war ein wenig enttäuscht.

Ich habe Coelho eigentlich nie für seinen besonderen Stil oder seine sprachlichen bzw. literarischen Leistungen geschätzt. Vielmehr war da immer etwas Inhaltliches, das mich in seinen Büchern anzog. Und zwar war dies die Suche nach Spiritualität, nach Sinn. Nun sind die Geschehnisse, von denen Coelhos Bücher handeln, nicht immer besonders glaubwürdig oder nur schwer vorstellbar. Aber es sind eben Geschichten. Die müssen auch nicht glaubwürdig sein und dürfen überirdische Elemente enthalten. Schwierig war mir dies jedoch in „Schutzengel“ zu akzeptieren, da hier die beiden Protagonisten reale Personen sind: Paulo Coelho und seine Frau Cristina.

40 Tage lang reisen die beiden durch die Mojavewüste im Südwesten der USA. Er auf der Suche nach seinem Schutzengel, sie als seine Begleiterin. Dort treffen sie auf eine Gruppe von Frauen, die Walküren, die die Wüste mit dem Pferd durchqueren und zu den Menschen in den Orten, in denen sie vorbeikommen, über Engel sprechen. Ihre Anführerin Vahalla soll Paulo lehren, seinen Engel zu sehen.

Teilweise empfand ich die Handlung als zu flach und wie bereits gesagt zu unglaubwürdig. Für Coelho-Leser hat der Roman nicht wirklich Neues zu bieten und es überrascht, dass er erst neun Jahre nach dem brasilianischen Original in deutscher Sprache erschienen ist.

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