Ich dekompensier gleich

Frank Schulz – Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen

Foto: Arne Weychardt
Foto: Arne Weychardt
Am 31. Januar hat Schulz den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor erhalten. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging bereits an Autoren wie an Loriot, Ernst Jandl, Peter Rühmkorf und zuletzt Dieter Hildebrandt. Die Laudatio hielt übrigens Autor und Element of Crime-Sänger Sven Regener. Im Galiani Verlag ist jetzt sein Roman „Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen“ erschienen.

 

Onno ist Mitte 50, Hartz-IV-Empfänger, unschlagbarer Tischtennis-Spieler und Privatdetektiv mit posttraumatischer Belastungsstörung. Diese wurde ausgelöst durch seine ersten Ermittlungen.

Da kommt der Job, den ihn sein bester Freund vermittelt, gerade richtig. Er soll den Künstler Donald Jochemsen auf eine Mittelmeerkreuzfahrt begleiten, da dieser an Viktimophobie leidet, einer panischen Angst davor, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden. Die Erlebnisse der beiden auf dem Schiff schwanken zwischen Tiefenentspannung (bei Onno) und paranoiden Schüben (bei Donald). Doch dann geschieht es Unvorhergesehenes, etwas Erschütterndes, das der Reise ein plötzliches Ende bereitet.

Frank Schulz schreibt ideenreich, witzig, großartig. Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen ist ein grotesker Roman voller Situationskomik, herrlicher Wortschöpfungen und teils bösen Humors. Ein Buch, nach dessen Beenden der Leser definitiv hofft, es möge bald weitergehen.

Am 18. März liest Frank Schulz im Rahmen der lit.cologne aus seinem neuen Roman. Mehr Infos dazu gibt es hier.

 

Schulz - Onno Viets und das Schiff der baumelnden SeelenFrank Schulz

Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen

Roman
Verlag Galiani Berlin
336 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Euro 19,99 (D) | sFr 28,– | Euro 20,60 (A)
ISBN 978-3-86971-106-5

 

 

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