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10 Bücher, auf die ich mich 2016 freue | Verlagsvorschauen

1. Michail Bulgakov / Christian Gralingen (Ill.):

Das hündische Herz

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 16.32.38Aus der Verlagsvorschau der Edition Büchergilde:
„Sie ist eine ätzende Attacke auf unsere gegenwärtigen Verhältnisse und kommt auf keinen Fall für eine Veröffentlichung in Betracht“, sagte das Parteimitglied Lew Kamenew über „Das hündische Herz“. Michail Bulgakov schrieb die Erzählung 1925, veröffentlicht wurde sie jedoch erst 1968 – in Deutschland. Manche Literatur hat eben zuviel politische Sprengkraft. Doch in der Geschichte steckt viel mehr: Alexander Nitzbergs Neuübersetzung in Kombination mit den detaillierten und durch starke Ornamentik geprägten Collagen von Christian Gralingen macht neue Ebenen sichtbar. Entstanden ist ein eindrucksvolles Sprach- und Bildkunstwerk.

 

 

2. Alberto Asor Rosa:

Alessandro und Assunta

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 16.37.07Aus der Verlagsvorschau der edition.fotoTAPETA:
Das Leben einfacher Leute erzählen – vom „Staub der Bescheidenen“ im Räderwerk der Geschichte erzählen. Das ist es, was sich der große italie- nische Literaturwissenschaftler in seinem dritten Roman vorgenommen hat. Es sind nicht irgendwelche Leute, von denen er hier erzählt, es sind seine Eltern. Eisenbahner, wie die Mitglieder der Familie zuvor, in einer Zeit, die den 1. Weltkrieg umfasst wie auch die Besetzung Roms durch die Deutschen im 2. Weltkrieg – die Lebensgeschichte eines italienischen Paars, eine kleine Geschichte Italiens.

 

 

3. Gert Möbius:

Halt dich an deiner Liebe fest. Rio Reiser

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 16.49.06Aus der Verlagsvorschau des Aufbau-Verlags:
In diesem sehr persönlichen Buch beschreibt Gert Möbius das Leben seines Bruders, des großen Musikers und Exzentrikers Rio Reiser. Sichtbar werden eine überraschende Persönlichkeit mit all ihren Brüchen und Verzwei ungen und zugleich ein Panorama deutscher Musik- und Politikgeschichte.

 

 

4. Ronja von Rönne:

Wir kommen

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 16.48.43Aus der Verlagsvorschau des Aufbau-Verlags:
»Heute ist Maja gestorben«, so beginnt der erste Eintrag eines Tagebuchs, das von einer Reise ans Meer berichtet. Von vier wohlstandverwahrlosten Endzwanzigern, die stur gegen die Langweile der Zehnerjahre ankämpfen. Von einer Frau, deren ehemals beste Freundin gestorben ist, die dies aber nicht wahrhaben will. »Wir kommen« ist ein radikales, ein durch und durch nihilistisches Buch, das laut und voller Humor gegen jede Art von Sentimentalität anschreit. Doch je länger die Reise währt, desto öfter bricht der Sound, wird verzeihlich, komisch, poetisch.

 

5. Valeria Luiselli:

Die Geschichte meiner Zähne

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 16.59.50Aus der Verlagsvorschau des Kunstmann-Verlags:
Gustavo Sánchez hat eine Mission: Jeder seiner hässlichen Zähne muss ersetzt werden. Glücklicherweise ist er Auktionator – der weltbeste Auktionator –, was ihm dabei hilft, Geld für die neuen Zähne zu sammeln. Dabei entdeckt er, dass es entscheidend ist, die Objekte, die er anbietet, mit Geschichten auszustatten. Das steigert ihren Wert immens. Auch wenn er noch ein paar andere Fähigkeiten besitzt, die ihm Geld verschaff en: Nach zwei Gläsern Rum kann er Janis Joplin imitieren, Glückskekse deuten und wie Chris-topher Kolumbus ein Hühnerei auf den Tisch stellen und beim Schwimmen den Toten Mann machen. Das Geschichtenerzählen aber entwickelt er zur Meis-terschaft. Und die Sammlung seiner Zähne berühmter Menschen kann sich sehen lassen: von Plato zu Plutarch, Michel de Montaigne, Virginia Woolf und Enrique Vila-Matas. Sanchez aber will die von Marilyn Monroe …Valeria Luiselli hat mit der Geschichte meiner Zähne ein Buch über den kreativen Prozess, den Wert von Kunst, den Kult um literarische Berühmtheiten geschrieben, eine herrliche Mixtur aus Erinnerung, Erfi ndung und autobio-grafi scher Refl exion, in deren Zentrum ein Mann mit ei-nem »Mund voller Horror« steht. Eine exzentrische, ganz und gar außergewöhnliche Geschichte, die die Konven tion der literarischen Genres sprengt.

 

6. Jan Böttcher:

Y

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 16.47.55Aus der Verlagsvorschau des Aufbau-Verlags:
In Deutschland lernen sie sich kennen. Im kriegszerstörten Kosovo können sie nicht zusammenbleiben. Nur ihrem Sohn gelingt es, die alten Grenzen hinter sich zu lassen. Jan Böttcher hat einen großen europäischen Roman geschrieben: die Geschichte einer ungleichen Liebe zwischen Nord und Süd, Heimat und Fremde, Schicksal und Selbstbestimmung.

 

7. Donatella Di Petrantonio:

Bella Mia

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 16.57.36Aus der Verlagsvorschau des Kunstmann-Verlags:
Als „Bella mia“ besingt ein Volkslied die Stadt L’Aquila in den Abruzzen – 2009 legt ein Erdbeben sie in Schutt und Asche, tötet Menschen, reißt Familien auseinander. In einer der Behelfsunterkünfte, die bald die einzige Normalität darstellen, versuchen drei Menschen, den Weg zurück ins Leben zu finden: die Erzählerin Caterina, deren Zwillingsschwester Olivia umkam, als sie noch kurz in das einstürzende Haus zurücklief, Marco, Olivias heranwachsender Sohn, der nach dem Verlust niemanden mehr an sich heranlässt, und die alte Mutter, die sich um alle kümmern will und doch selbst am meisten Hilfe braucht. Wie soll man einem schweigsamen, störrischen Jugendlichen plötzlich Ersatzmutter sein, wie den eigenen Gefühlen wieder trauen und die Sicherheit fi nden, sich auf Neues einzulassen? Behutsam, über kleine Gesten und auf ganz unterschiedlichen Wegen fi nden die drei allmählich aneinander Halt und den Mut, der Willkür und Vernachlässigung durch die Behörden zu trotzen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ein eindringlicher Roman über Verlust und verschüttete Gefühle, aber auch über die Kraft, sich neu zu erfinden.

 

8. Héctor Abad:

La Oculta

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 17.09.28Aus der Verlagsvorschau des Berenberg-Verlags:
Ana Ángel ist tot. Gestorben auf La Oculta, der Finca der Familie, irgendwo in den kolumbianischen Ber- gen, nicht weit von Medellín. Wie jedes Jahr wären ihre Kinder erst zu Weihnachten zu Besuch gekom- men, doch jetzt machen sich Pilar, Eva und Antonio im Frühjahr auf den Weg, um Abschied zu nehmen. Für sie alle ist La Oculta, »Die Verborgene«, ein besonderer Ort – der Ort, wo sie am glücklichsten waren, wo sie aber auch Gewalt und Terror erfuhren. Mit den Stimmen der drei Geschwister, die sich erin- nern – an den Ort, die Familie, die politischen Wirren in Kolumbien –, erzählt dieser große, kluge Roman voller Wärme, aber auch mit Bitterkeit, von einer einst großen, nun aber verschwindenden Familie, deren Schicksal eng mit der Geschichte Kolumbiens verwoben ist.

 

9. Selva Almada:

Sengender Wind

 

Bildschirmfoto 2016-01-10 um 17.11.28Aus der Verlagsvorschau des Berenberg-Verlags:
Weit, trocken und öde ist die Pampa. Wer mit dem Auto liegen bleibt, für den ist guter Rat teuer. Auch für Menschen mit direktem Draht zu Gott, wie den Prediger samt schlecht gelaunter Tochter und übler Familiengeschichte, dessen klappriger Wagen hier den Geist aufgibt. Zum Glück auf dem Schrottplatz eines alten Gringo, der im Verlauf eines Tages und einer Nacht nicht nur das Auto repariert, sondern, umtost von einem nächtlichen Wirbelsturm, mit seinem ungebetenen Gast einen denkwürdigen Zweikampf austrägt, während sich zwischen seinem schweigsamen, kaum geschlechtsreifen Sohn und der Tochter des Gottesmannes ganz andere Bezie- hungen anbahnen. Ein Roman aus Argentinien – klar und nüchtern wie die Gegend, in der er spielt, geschrieben in einer lakonischen und wunderbar unverputzten Prosa.

 

10. Carmine Abate:

Zwischen zwei Meeren

 

3199Abate_Meeren.inddAus der Buchbeschreibung des Aufbau-Taschenbuch-Verlags:
Jeden Sommer reist Florian von Hamburg nach Kalabrien in das Heimatdorf seiner Mutter. Jeden Sommer zeigt Großvater Giorgio ihm dort seinen Traum: die Ruinen einer malerisch gelegenen alten Herberge, die einst der Familie gehörte. Seit seiner Kindheit ist Giorgio entschlossen, sie wieder aufzubauen. Doch als es endlich so weit ist, stehen auch schon die Herren im schwarzen Anzug vor der Tür, um ihm ihren „Schutz“ anzubieten. In seiner melodischen Sprache besingt Abate die flirrende Landschaft Kalabriens, ihre Aromen, ihr Licht – ihre Ungerechtigkeit und die unbeirrbaren Visionäre, die sich davon nicht unterkriegen lassen.

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3 Comments

  1. Silvia | | Antworten

    Viele interessante Titel hast du da herausgesucht!

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